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Karneval in Kempen

Am 11.11.2018 wurde das neue Prinzenpaar der Sessionen 2019 –

2021 im Rathaus dem Bürgermeister und der Presse vorgestellt.

Prinz PETER II. und Prinzessin BRIGITTE I. (Wolters) regieren für

drei Jahre die Kempener Narren. Das Prinzenpaar wohnt in

Kempen, Beide sind echte Kempsche, hier geboren, aufgewachsen und wohnen an der St.Peter-Allee.

Endlich war die Zeit reif für den noch amtierenden Präsidenten des 11er Rates Kolping reif, das höchste Amt im Karneval zu

übernehmen. Der im Ruhestand lebende Finanzberater ist seit

vielen Jahren im Elferrat Kolping aktiv unterwegs. Seine Gattin

Brigitte ist staatl. geprüfte Erzieherin und Hauswirtschafterin,

heute ebenfalls im Ruhestand. Sohn Bastian ist in Wesel

verheiratet und Tochter Hanna in Kempen. Drei Enkel

vervollständigen die „Großfamilie“.

Ihr Motto für die nächsten drei Sessionen lautet: „Riek un ärm,

jruet un kleen, we fiere all to-same“.

Adjutant des Prinzenpaares ist Exprinz Heinz Kox, der Vorsitzende

des KKV, der zuvor ja bereits das Prinzenpaar Rainer I. und

Angelika I. begleitet hatte.

Mit dem “Hoppeditz-Erwachen” am 11.11.2018 in der Gaststätte „KuBa“ am Bahnhof wurde die Karnevals-Session 2019 unter der Schirmherrschaft der KG Weiß & Blau Kamperlings eingeläutet.

Hunderte Kempener Bürger hatten sich auf dem Marktplatz vor dem Rathaus eingefunden, um dem neuen Prinzenpaar zu

huldigen.

Endlich erschallte nun auch wieder das lang vermisste “Rot und Blau, Kempen Helau”. Die prächtigen Uniformen der Kempener Prinzengarde erstrahlen zwar in Rot und Weiß, doch der Schlachtruf der Karnevalisten rekrutiert sich traditionsgemäß aus den Farben des Kempener Stadtwappens.

Nur alle drei Jahre wird in Kempen ein neuer Prinz oder ein

Prinzenpaar gekürt. In diesem Dreijahresrhythmus findet auch am Karnevalssonntag 2019 der Rathaussturm mit der

Schlüsselübergabe an den neuen Prinzen statt.

Bedingt durch das Unwetter im Jahr 2016 wurde der letzte

Rosenmontagszug in das Jahr 2017 verlegt.

Nun soll erst am 24. Februar 2020 unter dem bekannten Motto „Kempsche Jecke trecke“ der 26. Rosenmontagszug in der Geschichte Kempens durch die historische Altstadt ziehen. Er ist einer der schönsten am gesamten Niederrhein, denn die Jecken freuen sich ja jedes Mal schon zwei Jahre lang darauf. Entsprechend lange haben sie natürlich dann auch für Kostüme, Wagen, Ausschmückung und Wurfmaterial angespart. Da die „Köhlerhalle“ seit 2017 für Karnevalsveranstaltungen ausfällt, wird es auch einen neuen Zugweg geben, der noch festgelegt werden muss.

Übrigens: Der erste Rosenmontagszug nach dem Krieg im Jahr 1952 war überhaupt erst der fünfte in der Geschichte des

Kempener Karnevals. Prinz Jakob II. (Averbrock) leitete die

fröhliche Auferstehung des närrischen Treibens mit seiner

Amtszeit ein. Alle drei bis vier Jahre wollte man dann mit der

Proklamation eines neuen Prinzen auch einen Rosenmontagszug durch die Straßen der damaligen Kreisstadt ziehen lassen.

Kempen war ja eine “arme Beamtenstadt”, und so gedachte man des Bürgers Säckel zu schonen. Erst ab 1965 jedoch, mit dem 8. Karnevalsprinzen Bernhard I. (Messing), kam dann auch der Dreijahres-Rhythmus mit neuem Prinzen und Rosenmontagszug richtig in Gang.

So wird nun das neue Prinzenpaar „Seine Tollität Prinz Peter II.“ und „Ihre Lieblichkeit Prinzessin Brigitte I.” nach der Proklamation am 12. Januar 2019 drei Jahre lang die verschiedenen Veranstaltungen in und um Kempen herum besuchen.

Internationale Prinzentreffen gehören ebenso in den Auftrittsplan wie die Karnevals-Sitzungen des Kolping Elferrates, der KG Weiss & Blau Kamperlings, der KG Narrenzunft und Events anderer  Vereine und Gemeinschaften. Besucht werden aber auch auswärtige Bälle und Veranstaltungen der Altenorganisationen,

Schulen und Kindergärten. So summieren sich 50 – 60 Auftritte im Jahr, und es ist immer wieder toll zu erleben, wenn das Prinzenpaar mit seinem Gefolge – Prinzengarde, Fanfarenkorps Blau-Weiß Kempen und Karnevalskomitee - beim Einzug in den verschiedenen Sälen von begeisterten Karnevalisten gefeiert werden.

Am Altweiber-Donnerstag ist Kempen seit dem Jahr 2016 eine

Hochburg für alle Narren aus der Stadt und dem Umland. Im

Festzelt auf dem Buttermarkt wird von 11.11 Uhr bis 19.00 Uhr bei Non-Stop-Karnevals- und Stimmungsmusik gefeiert, was das Zeug hält. Live-Musik-Einlagen und organisierter Ausschank bieten rund 800 Gästen Platz und Spaß zum Schunkeln, Tanzen und Mitsingen.

Etwas Geduld müssen die Besucher schon mitbringen, um am

Eingang für 3,00 Euro ein Einlass-Bändchen zu erhalten.

Ein weiterer Höhepunkt der Session ist die so genannte

“Narrenmesse”. Die nächste findet am 24. Februar 2019 in der

Pfarrkirche St. Josef-Kamperlings statt. Rund 150 Karnevalisten

der verschiedenen karnevalstreibenden Vereinen der Stadt

Kempen nehmen in ihren Ornaten, Uniformen und Kostümen rund um den Altar am Gottesdienst teil.

Glanzpunkt des Kempener Karnevals-Vereins, kurz “K K V”

genannt, ist der alljährliche Ball “Kempsche Jecke fiere” im

großen Festzelt an der Otto-Schott-Straße am Karnevalssamstag mit rund 2.500 überwiegend kostümierten Gästen. Durch den Ausfall der Köhlerhalle wurde im Jahr 2018 vom KKV in Zusammenarbeit mit der Stadt Kempen diese neue Location in einer rund 1.600 qm großen „Zeltstadt“ mit einem neuen Konzept und neuen Motto gewählt. Disko-Tanzmusik, Show-Einlage einer Live-Band, Beleuchtung und Beschallung von „Mediatec“, der Auftritt des Prinzenpaares mit dem Komitee und der Prinzengarde im Gefolge und die Prämierung der schönsten Kostüme lassen den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Für 13,00 Euro im Vorverkauf (15,00 Euro an der Abendkasse) kann man ab Mitte Januar an den bekannten Vorverkaufsstellen Karten für diese wohl größte Karnevalsveranstaltung am Niederrhein erwerben, die erst gegen 3.30 Uhr morgens enden wird.

In den beiden „zuglosen“ Jahren - so also auch 2019 + 2021 -

veranstaltet der KKV zusammen mit der KG Weiß & Blau

Kamperlings und der KG Narrenzunft am Rosenmontag im Festzelt die große „Kinder-Kostüm-Fete“. Hüpfburg, Bullenreiten, Torwandschiessen, Schminken, Kostümprämierung und der Prinzenaufzug sind nur einige der vielen Attraktionen des Tages.

Mit rund 1.500 Besuchern - bei freiem Eintritt - war auch in diesem Jahr wieder richtig was los. Clown „Thommy“ (Komiteemitglied Thomas Härtel) hatte seinen wiederholten Auftritt, machte seine Späßchen, führte durch das Programm und die Kinderpolonäse an.

Unter der Schirmherrschaft des KKV hat die Vorabi-Fete am

Karnevals-Sonntag im Fetzelt bereits Kultstatus. Mit über 2.000 Besuchern ist diese Veranstaltung eine der größten ihrer Art am Niederrhein und die Halle regelmäßig ausverkauft. Die Abschluss- Jahrgänge der beiden Kempener Gymnasien vertreiben die Eintrittskarten zum Preis von € 10,-- selbst und über Schreibwaren Beckers auf der Engerstraße.

Mitte der 60er Jahre bildete sich innerhalb des bereits 1914

gegründeten “Kempener Karnevals-Verein” ein festes Karnevals- Komitee aus tatkräftigen Kempener Bürgern mit viel Organisationstalent. Bis heute leitet dieses Komitee weitgehend die organisatorischen Geschicke des Kempener Karnevals “Rund um Prinz Karneval und den Rosenmontagszug”. Und alle Kempener Bürger sind herzlich eingeladen, sich an möglichst vielen närrischen Aktivitäten zu beteiligen!

So grüße ich alle mit einem kräftigen

 

„ROT UND BLAU - KEMPEN HELAU!“

Ihr

Heinz Börsch, KKV-Präsident